Donnerstag den 27.05.2021 von 14:00 bis 18:00 Uhr
Moderation: Nadine Alpino
Nadine Alpino hat Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Romanische Philologie in Kiel und Wien studiert. Nach dem Studium nahm sie zunächst an Forschungsgrabungen in Italien und Frankreich teil. Seit 2009 ist sie hauptberuflich in der Rettungsarchäolgie tätig. Die Projekte führten Nadine nach Österreich, Deutschland und aktuell nach Luxemburg. Ihr Fokus liegt auf digitalen Anwendungen und Methoden.
Leiterin: Brigit Danthine, Universität Innsbruck
Brigit Danthine studierte Archäologie und Geschichte mit Schwerpunkt in der vorderasiatischen Archäologie an den Universitäten Zürich und Innsbruck. Bereits seit dem Studium liegt ihr Schwerpunkt im Bereich der Archäoinformatik, hier vor allem der digitalen Grabungsdokumentation sowie der Kombination von (fotogrammetrischen) 3D-Daten, GIS und semantischen Netzwerken, mit dem sie sich auch in ihrem Dissertationsvorhaben auseinandersetzt.
Sie war bzw. ist darüber hinaus auch für verschiedene Visualisierungen wie z.B. von Forschungsergebnissen in einem WebGIS oder der Umsetzung von virtuellen Ausstellungen verantwortlich.
Im Workshop wird zuerst kurz auf die der Photogrammetrie zugrundeliegende Technik eingegangen, sowie Tipps und Do’s and Dont’s besprochen, danach soll anhand von zur Verfügung gestellten Beispieldaten der ganze Workflow zusammen durchgegangen werden. Mit dabei werden auch Aspekte wie die Georeferenzierung oder die Prozessierung von 2D-Derivaten wie Orthophotos angesprochen. Wer “Problemfälle” hat, ist herzlich dazu eingeladen, diese zur Diskussion zu stellen. Dafür wird gebeten, vor Beginn des Workshops, die Photos und evtl. eine kleine Beschreibung des Problems in einen gemeinsamen Google Folder hochzuladen. Um den Link zu erhalten, nehmen Sie bitte mit Frau Danthine Kontakt auf und melden Sie sich für das Tutorial an. Sie können die Dateien auch direkt per z.B. WeTransfer an brigit.danthine@uibk.ac.at senden.
Im Workshop wird OpenSource-Software verwendet (Informationen dazu werden rechtzeitig an alle registrierten Teilnehmer geschickt), es wird allerdings auch auf die beliebte Software Agisoft Metashape und deren Vor- bzw. Nachteile eingegangen.
Anforderungen an Teilnehmer:innen: Der Workshop richtet sich an alle Interessierten an Photogrammetrie. Grundkenntnisse sind nicht erforderlich, Photogrammetrie kann jede:r lernen 🙂 Allerdings wird der Besitz eines Windows oder Linux Rechner vorausgesetzt – sollte Ihnen nur ein Apple Gerät zur Verfügung stehen, geben Sie uns bitte rechtzeitig Bescheid!
Das Tutorial findet über Zoom statt. Alle registrierten Teilnehmer erhalten von der Tutorial-Leiterin weitere Informationen per eMail. Da die maximale Teilnehmerzahl erreicht ist und die Anmeldefrist überschritten ist, können wir keine weiteren Anmeldungen entgegenehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Interesse!

Michael Teichmann studierte Klassische Archäologie in Wien und Rom und Landscape Archaeology an der University of Birmingham. Im Zuge eines Promotionsprojekts an der Universität Kiel erforschte er das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt im römischen Zentralitalien. Ein weiteres Promotionsprojekt an der Universität Bonn war quantitativen Analysen zum römischen Siedlungswesen gewidmet. Michael Teichmann war als WHK für die Bibliografie des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DAI in Berlin tätig. Derzeit ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Anwendung digitaler Methoden in der Archäologie und in der archäologischen Museologie.
Michaela Reinfeld ist Klassische Archäologin mit einem Schwerpunkt in der Maritimen und Unterwasserarchäologie. Sie hat ihren Magisterabschluss an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über Geophysikalische Prospektionsmethoden in der Unterwasserarchäologie gemacht und arbeitet derzeit an verschiedenen Projekten in Deutschland, in Italien und in der Türkei.
Bernhard Fritsch hat Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte in Berlin und Rom studiert. Nach der Tätigkeit in diversen Grabungsfirmen in Berlin und Brandenburg hat er im Rahmen des Exzellenzclusters Topoi an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert und war anschließend wissenschaflicher Mitarbeiter am Berliner Antike-Kolleg und am Exzellenzcluster Topoi. Seine Forschungsinteressen gelten besonders dem Einsatz digitaler Möglichkeiten in der Archäologie, Kunstgeschichte und Wissenschaftsgeschichte sowie dem Publizieren von Forschungsdaten.
Hubert Mara hat an der TU Wien Informatik studiert und als Student mit 3D-Messtechnik im österreichischen CVA Projekt mitgearbeitet. In diesem Umfeld ist (s)eine erste Publikation bei der internationalen CAA in 2002 entstanden. Nach einem Marie-Curie-fellowship im Cultural Heritage Informatics Research Oriented Network (CHIRON) in Florenz hat er an der Universität Heidelberg promoviert. Dabei entstand das FOSS GigaMesh Software Framework, dass für die Analyse von Schrift in 3D auf Tontafeln und Inschriften sowie Keramikdokumentation, zB bei der KAAK am DAI eingesetzt wird. Seit Juni’20 ist er Geschäftsführer des mainzed und am i3mainz, Hochschule Mainz tätig.