Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Eine Übersicht über zukünftige und gegenwärte Veranstaltungen

CAA Webcast “Automatisierung in der Archäologie”

Freitag den 24.09 um 17:00 h

Alle Vorträge finden auf Deutsch statt (auch wenn das Abstract in Englisch ist). Sollten Sie keinen Einwahllink von uns erhalten haben, schicken Sie uns bitte eine kurze email an vorstand@ag-caa.de.

Moderation: Agnes Schneider, Marburg, und Florian Linsel, Bamberg

Agnes Schneider hat Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Römische Provinzialarchäologie in Budapest, Ungarn, und Physische Geographie und Geoarchäologie in Marburg studiert. Ihr Fokus liegt auf der Analyse von Kulturlandschaften und Fundstellen mittels statistischer und räumlicher Konzepte. Hierbei konzentriert sie sich auf Fernerkundungs- und archäologischen Daten, die sie mittels FOSS Anwendungen und reproduzierbaren Arbeitsabläufen untersucht

Florian Linsel hat Archäologische Wissenschaften mit den Schwerpunkten in der Archäoinformatik und Prähistorischen Archäologie in Marburg und Köln studiert. Momentan ist er in Bamberg als wissenschaftlicher Assistent angestellt und schreibt an seiner Doktorarbeit zu dem Thema “The Dimension of Sophistication. The Fractal Characteristic of Palaeolithic Production Systems”.

1. Reproduzierbare Forschung in der Archäologie

Autoren: Oliver Nakoinz (Vortragender),Daniel Knitter, Franziska Engelbogen, Gerrit Günter, Steffen Strohm, Michael Kempf

Vortragende(r): Oliver Nakoinz

Oliver Nakoinz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Johanna-Mestorf Akademie und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der quantitativen Archäologie und der vorrömischen Eisenzeit.

Seit einiger Zeit wird ein Mangel an Reproduzierbarkeit in den Wissenschaften beobachtet und kritisiert. Das gilt, auf den ersten Blick überraschend, auch und vor allem für quantitative Methoden. Da Reproduzierbarkeit ein zentrales Merkmal der Wissenschaftlichkeit darstellt, handelt es sich hierbei um eine veritable Krise die auch die Archäologie erfasst. In diesem Beitrag wird dargestellt warum Reproduzierbarkeit unabdingbar ist, warum sie gegenwärtig nicht in vollem Umfang gegeben ist und wie sie wieder erlangt werden kann. Gerade unterläuft die Quantitative Archäologie einen Kulturwandel hin zu einer reproduzierbaren Arbeitsweise. Dieser Kulturwandel stellt eine massive Veränderung der wissenschaftlichen Praxis dar.

2. outlineR: An R package to derive outline shapes from (multiple) artefacts on JPEG images

Vortragende(r): David N. Matzig

David N. Matzig studied Pre- and Protohistory at the Universities of Tübingen and Kiel. His research interests lie in the application of quantitative methods to geospatial and cultural evolutionary questions in archaeology. He currently pursues a PhD at Aarhus University, where he is concerned with culture-historical taxonomies for the European Final Palaeolithic/earliest Mesolithic. For this he deploys geometric morphometric and phylogenetic methods on lithic tools.

Geometric morphometric methods (GMM) in archaeology are experiencing a sharp increase in application and popularity since the last decade or so and seem to be more popular now than ever. In general, they constitute a major advance vis-à-vis earlier qualitative descriptions, typological assessment, or linear measurements of artefacts. GMM approaches can be divided into methods that use landmarks, and those that use trigonometric descriptions of whole outlines. The bulk of archaeological applications of GMM have so far relied on landmark-based approaches, although a surge of recent studies is demonstrating the utility of whole-outline approaches using so-called elliptical Fourier analysis (EFA; Kuhl and Giardina 1982) and cognate approaches. Landmark approaches offer a straightforward way of delineating homologous structures but their application also incurs a significant loss of shape information. In addition, the a priori identification of homologous landmarks on artefacts can be difficult and inherently subjective unless unambiguous theoretical expectations are available. Therefore, outline approaches offer an alternative, robust and information-rich way of capturing artefact shape data. Accurate artefact outlines can also be extracted efficiently from widely-available legacy data, especially from artefact line drawings. There currently exist various standalone software applications as well as some R-packages for the extraction and analysis of landmarks and whole-outlines. However, the extraction step always involves a considerable amount of manual processing and manual tracking of either the landmarks or whole-outlines, which proves to be the definite bottleneck of many studies. In this paper I introduce the R-package outlineR (Matzig 2021) that allows for a fast and efficient extraction of whole-outlines from multiple artefacts on images, ready to be analysed in the Momocs (Bonhomme et al. 2014) environment. I give insight to the workflow and how it compares to existing methods of whole-outline extraction thus showing the advantages and savings in time when using outlineR for the digitization of large amounts of legacy data, such as artefact images or drawings. Finally, I present a case study (Matzig et al. 2021) using a large dataset of Late Neolithic/Early Bronze Age projectile points from Northwestern Europe extracted using the outlineR-package to showcase the possibilities of whole-outline GMM in regard to the creation of typologies and inference of chronologic information.

CAA Hands-on-Tutorial SFM am 27.5.

Donnerstag den 27.05.2021 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Moderation: Nadine Alpino

Nadine Alpino hat Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Romanische Philologie in Kiel und Wien studiert. Nach dem Studium nahm sie zunächst an Forschungsgrabungen in Italien und Frankreich teil. Seit 2009 ist sie hauptberuflich in der Rettungsarchäolgie tätig. Die Projekte führten Nadine nach Österreich, Deutschland und aktuell nach Luxemburg. Ihr Fokus liegt auf digitalen Anwendungen und Methoden.

Leiterin: Brigit Danthine, Universität Innsbruck

Brigit Danthine studierte Archäologie und Geschichte mit Schwerpunkt in der vorderasiatischen Archäologie an den Universitäten Zürich und Innsbruck. Bereits seit dem Studium liegt ihr Schwerpunkt im Bereich der Archäoinformatik, hier vor allem der digitalen Grabungsdokumentation sowie der Kombination von (fotogrammetrischen) 3D-Daten, GIS und semantischen Netzwerken, mit dem sie sich auch in ihrem Dissertationsvorhaben auseinandersetzt.
Sie war bzw. ist darüber hinaus auch für verschiedene Visualisierungen wie z.B. von Forschungsergebnissen in einem WebGIS oder der Umsetzung von virtuellen Ausstellungen verantwortlich.

Im Workshop wird zuerst kurz auf die der Photogrammetrie zugrundeliegende Technik eingegangen, sowie Tipps und Do’s and Dont’s besprochen, danach soll anhand von zur Verfügung gestellten Beispieldaten der ganze Workflow zusammen durchgegangen werden. Mit dabei werden auch Aspekte wie die Georeferenzierung oder die Prozessierung von 2D-Derivaten wie Orthophotos angesprochen. Wer “Problemfälle” hat, ist herzlich dazu eingeladen, diese zur Diskussion zu stellen. Dafür wird gebeten, vor Beginn des Workshops, die Photos und evtl. eine kleine Beschreibung des Problems in einen gemeinsamen Google Folder hochzuladen. Um den Link zu erhalten, nehmen Sie bitte mit Frau Danthine Kontakt auf und melden Sie sich für das Tutorial an. Sie können die Dateien auch direkt per z.B. WeTransfer an brigit.danthine@uibk.ac.at senden.

Im Workshop wird OpenSource-Software verwendet (Informationen dazu werden rechtzeitig an alle registrierten Teilnehmer geschickt), es wird allerdings auch auf die beliebte Software Agisoft Metashape und deren Vor- bzw. Nachteile eingegangen.

Anforderungen an Teilnehmer:innen: Der Workshop richtet sich an alle Interessierten an Photogrammetrie. Grundkenntnisse sind nicht erforderlich, Photogrammetrie kann jede:r lernen 🙂 Allerdings wird der Besitz eines Windows oder Linux Rechner vorausgesetzt – sollte Ihnen nur ein Apple Gerät zur Verfügung stehen, geben Sie uns bitte rechtzeitig Bescheid!

Das Tutorial findet über Zoom statt. Alle registrierten Teilnehmer erhalten von der Tutorial-Leiterin weitere Informationen per eMail. Da die maximale Teilnehmerzahl erreicht ist und die Anmeldefrist überschritten ist, können wir keine weiteren Anmeldungen entgegenehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Interesse!

CAA Webcast “SFM und Auswertung von 3D-Modellen” am 28.05.

Freitag den 28.05.2021 von 17:00 bis 18:30 Uhr

Moderation: Michael Teichmann

Michael Teichmann studierte Klassische Archäologie in Wien und Rom und Landscape Archaeology an der University of Birmingham. Im Zuge eines Promotionsprojekts an der Universität Kiel erforschte er das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt im römischen Zentralitalien. Ein weiteres Promotionsprojekt an der Universität Bonn war quantitativen Analysen zum römischen Siedlungswesen gewidmet. Michael Teichmann war als WHK für die Bibliografie des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DAI in Berlin tätig. Derzeit ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Anwendung digitaler Methoden in der Archäologie und in der archäologischen Museologie.

Der Webcast ist in zwei Abschnitte untergliedert:

1. Besonderheiten und Fallstricke beim Datenbearbeiten

Vortragende: Michaela Reinfeld und Bernhard Fritsch

Michaela Reinfeld ist Klassische Archäologin mit einem Schwerpunkt in der Maritimen und Unterwasserarchäologie. Sie hat ihren Magisterabschluss an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über Geophysikalische Prospektionsmethoden in der Unterwasserarchäologie gemacht und arbeitet derzeit an verschiedenen Projekten in Deutschland, in Italien und in der Türkei.

Bernhard Fritsch hat Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte in Berlin und Rom studiert. Nach der Tätigkeit in diversen Grabungsfirmen in Berlin und Brandenburg hat er im Rahmen des Exzellenzclusters Topoi an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert und war anschließend wissenschaflicher Mitarbeiter am Berliner Antike-Kolleg und am Exzellenzcluster Topoi. Seine Forschungsinteressen gelten besonders dem Einsatz digitaler Möglichkeiten in der Archäologie, Kunstgeschichte und Wissenschaftsgeschichte sowie dem Publizieren von Forschungsdaten.
Zur Zeit ist er im Bereich der Wissenschafts-IT am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin beschäftigt.

Gründe für die stetig wachsende Beliebtheit von SfM in archäologischen Kontexten liegen beispielsweise in dem hervorragenden Kosten-Nutzen-Verhältnis und in der Flexibilität des Verfahrens. Die Akquise der für das 3D-Modell notwendigen Fotos erfolgt mit einer Digitalkamera (Spiegelreflex, Kompakt, Bridge und sogar Handykamera) und ist in unterschiedlichen Umgebungen – an Land, unter Wasser und in der Luft – möglich, wobei alle Daten in der Bearbeitung miteinander kombiniert werden können. Mit dieser äußerst mobilen Ausrüstung können alle Bereiche einer Grabung abgedeckt werden.
Das Zusammenfügen der Daten erfordert allerdings das Beachten einiger Besonderheiten und Fallstricke, um korrekt ausgerichtete und skalierte 3D-Daten zu erhalten. Dies ist zum Beispiel an den Übergängen zweier unterschiedlicher Bereiche wie Unterwasser und Land idealerweise schon bei der Datenaufnahme zu bedenken.

2. Wann, Wie und Warum Welche Messmethode

Vortragender: Hubert Mara

Hubert Mara hat an der TU Wien Informatik studiert und als Student mit 3D-Messtechnik im österreichischen CVA Projekt mitgearbeitet. In diesem Umfeld ist (s)eine erste Publikation bei der internationalen CAA in 2002 entstanden. Nach einem Marie-Curie-fellowship im Cultural Heritage Informatics Research Oriented Network (CHIRON) in Florenz hat er an der Universität Heidelberg promoviert. Dabei entstand das FOSS GigaMesh Software Framework, dass für die Analyse von Schrift in 3D auf Tontafeln und Inschriften sowie Keramikdokumentation, zB bei der KAAK am DAI eingesetzt wird. Seit Juni’20 ist er Geschäftsführer des mainzed und am i3mainz, Hochschule Mainz tätig.

3D-Messdaten aus optischen Verfahren wie Structure from Motion (SfM) oder Structured Light Scanning (SLS) werden in der Archäologie verstärkt zur Erfassung von relativ kleinen Funden wie Keramik bis hin zu Statuen oder Architekturfragmenten immer beliebter. Im Gegensatz zur Landschaftscans mit LiDAR ist die konsequente Verfolgung einer wissenschaftliche Fragestellung mit beim Einsatz von SfM nicht immer gegeben und man begnügt sich mit der durchwegs eingeschränkten Bereitstellung über kommerzielle Plattformen. Dem gegenüber stehen Projekte wie die DAI Grabung in Honduras, das österreichische Corpus Vasorum Antiquorum oder das Haft Tepe deren zentrales Element die 3D-Erfassung ist. Dabei kommen durchwegs unterschiedliche Messsysteme wie Computer Tomographie mit SfM kombiniert oder eine Massenakquise im Mischbetrieb aus SfM und SLS für Grabungen genutzt. Daher werden die Fragen besprochen Was, Wer, Wo, Wie und vor allem Warum nutzt.

Im Anschluss an die Vorträge wird es ausreichend Möglichkeiten zur Diskussion geben. Sollten Sie bereits vorab Fragen haben, die die Vortragenden gegebenenfalls behandeln können, bitten wir Sie, diese vorab per e-Mail an ag-caa-webcastbeditors@lists.uni-ulm.de zu senden.

CAA Open Workshop am 04.06.

Am 04. Juni 2021 von 17:00 bis 18:30 veranstalten wir einen Workshop zu neuen Forschungen und Fragestellungen im Feld der Computeranwendungen und Quantitativen Methoden in der Archäologie. Da fotogrammetrische Methoden im Zentrum unserer für Ende Mai geplanten Veranstaltungen stehen, sollen diese ebenfalls zentrales Thema des Workshops sein. Darüber hinaus sind Beiträge aus dem gesamten Spektrum der digitalen Archäologie selbstverständlich auch willkommen.

Wir möchten explizit Nachwuchswissenschaftler/-innen (BA- und MA- Studierende und Doktoranden) ermutigen, ihre Forschungsprojekte zur Diskussion zu stellen oder die Gelegenheit zu nutzen, offene Fragen und Probleme in einem weiteren Kreis zu diskutieren.

Programm

Jeder Vortrag ist für 10-15 Minuten geplant. Im Anschluss an jeden Vortrag wird es ausreichend Möglichkeiten zur Diskussion geben. Wir möchten alle Teilnehmer bitten, vor allem den Master-Studenten unter den Vortragenden konstruktiven Feedback und hilfreiche Anmerkungen zu geben. Breakout-Räume für ausführliche Gespräche werden bereitgestellt.

Simon Seyfried: Klassifikation UAV-basierter SFM-Punktwolken in Wäldern

In diesem Beitrag wird ein Ansatz vorgestellt, bzw. diskutiert, aus UAV-basierten SFM-Punktwolken Geländemodelle abzuleiten. Diese Daten behandeln bewaldete Areale, weshalb eine Klassifikation der Punktwolken nötig ist.
Neben dem Workflow will ich einen Vergleich zwischen LiDAR- und “SFM-Geländemodell” präsentieren sowie auf die Chancen und Möglichkeiten dieser experimentellen Methode eingehen. Zudem sollen Beispiele zur Einbindung dieser Methode unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Interpretation und inventarisierendem Site-Management kurz vorgestellt werden.

Agnes Schneider: Paradigmenwechsel in/mit der Quantitativen Archäologie?

Quantitative Methoden begleiten die Archäologische Wissenschaft seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und wurden mehr und mehr Bestandteil ihrer methodologischen Herangehensweise. Heute ist Quantitative Archäologie nicht mehr wegzudenken . Dieser Vortrag propagiert die Verwendung eines reproduzierbaren Forschungskonzeptes -Research Compendium und versucht aufzuzeigen, wie wichtig es ist reproduzierbare Studien zu haben aus denen man lernen kann und so nicht immer bei jeder Studie von Vorn anfangen muss. Man kann durchaus Open-Source standalone Programme in Programmierumgebungen einbinden und diese in einem kontrollierten Umfeld reproduzierbar nutzen. Reproduzierbare Forschung öffnet das Feld für und erleichtert offene und kollaborative Wissenschaft, es führt aber ein langer und holpriger Weg dorthin.

Felix Wolter: Telling Stones in 3D – Megalith-Dokumentation auf Nias (Indonesien)

Im Rahmen des „Telling Stones“-Projektes des Instituts für Vorderasiatische Archäologie an der Freien Universität Berlin werden Siedlungen der einmaligen Megalith-Kultur auf der Insel Nias (Indonesien) erforscht. In Zusammenarbeit mit dem Nias Heritage Museum wurden hierfür zahlreiche Orte im Gomo-Tal besucht, beschrieben und mit SfM-Verfahren dokumentiert.
Für die 3D-Dokumentation der Gesamtanordnung der Megalith-Ensembles in den entlegenen Siedlungen kam eine kleine Kamera-Drohne zum Einsatz. Einzelne Steinmonumente wurden mit einer DSLR-Kamera aufgenommen, um den beeindruckenden Detailreichtum abzubilden. In diesem Beitrag soll ein Einblick in die laufenden Arbeiten an und mit den Modellen gegeben werden. Außerdem sollen Potenziale, aber auch Grenzen unseres hochmobilen SfM-Setups diskutiert werden.

Hendrik Rohland, M. Block-Berlitz und C. Franken: Kombination von Photo- und Videogrammetrie

Neben dem rein photogrammetrischen Ansatz, über Einzelbildaufnahmen und in Kombination mit Structure-from-Motion 3D-Modelle abzuleiten, hat es sich in den letzten Jahren gezeigt, dass eine Kombination von Photo- und Videogrammetrie die Schwächen (keine Georeferenzierung in Videodaten, akkurate Planung der Einzelbildaufnahmen) beider Ansätze überwinden und die Stärken deutlich bündeln (dichte Abdeckung bei hoher Aufnahmegeschwindigkeit, automatische Flugplanung und Georeferenzierung) kann. Neben verschiedenen Anwendungsszenarien von der Objekt- bis Landschaftsebene wird im Speziellen die 3D-Rekonstruktion des mongolischen Klosters Erdene Zuu vorgestellt. Die Kombination beider Verfahren zur 3D-Dokumentation hat das Potenzial in archäologische Arbeitsabläufe gewinnbringend eingebettet zu werden.