Tutorials beim 7. Workshop

Auch beim 7. Workshop werden am Samstagnachmittag (6.2.2016, ab 14:00 Uhr) verschiedene Softwaretutorials angeboten. Eine Anmeldung zu einem der Tutorials ist nur in Verbindung mit der Anmeldung zum Workshop möglich. Bitte beachten Sie, dass die drei Tutorials gleichzeitig stattfinden, d.h. pro Person kann maximal ein Tutorial gebucht werden. Genauere Informationen zur Anmeldung zum Workshop und den Tutorials finden Sie hier.

Sollte das gewünschte Tutorial bereits ausgebucht sein, erhalten Sie nach Eingang der Anmeldung einen Platz auf einer Warteliste und werden benachrichtigt, sollten Sie noch einen der freien Plätze erhalten.

 

1. Analyse und Visualisierung archäologischer Daten mit R

Ausgebucht!

(max 15 Teilnehmer)

 Dirk Seidensticker M.A. (Universität zu Köln) und Clemens Schmid B.A. (CAU Kiel)

 Ziel des Tutorials ist es, eine Einführung in R, die Softwareumgebung und Programmiersprache für statistisches Rechnen und Grafiken, zu geben. Dabei sollen besonders die Anwendungsmöglichkeiten in der archäologischen Forschung aufgezeigt werden. Neben einer grundlegenden Einführung in die Nutzung und Arbeit mit und in R wollen wir anhand forschungsnaher Beispieldaten die Anwendung deskriptiver und weiterführender statistischer Verfahren üben und Techniken erarbeiten, Ergebnisse publikationsreif graphisch aufzubereiten.

R bietet neben einer Vielzahl von vorgefertigten, frei verfügbaren Paketen, die Funktionen für nahezu jedes statistische Analyseverfahren liefern, den unschätzbaren Vorteil einer maximalen Reproduzierbarkeit aller anfallenden Arbeitsschritte. In R implementierte Methoden lassen sich im Kontext der kompletten Bandbreite archäologischer Forschung anwenden, angefangen bei individuellen Qualifikationsarbeiten und Forschungsaktivitäten bis zu Forschungsprojekten oder Projektverbünden. Ein großes Hemmnis für die Nutzung von R ist die durchaus hohe Einstiegsschwelle, die sich durch die Arbeit in einer Programmierumgebung einerseits und die spezielle Syntax von R andererseits ergibt. Mit unserem Tutorial wollen wir einen Beitrag leisten, diese Einstiegsschwelle für Archäologen in Forschung und Lehre zu reduzieren.

Das Tutorial erfolgt mit den Notebooks der Teilnehmenden. Für das Tutorial muss die Basisversion von R (https://www.r-project.org/) installiert sein (Links siehe weiter unten). Als Entwicklungsumgebung werden wir RStudio (https://www.rstudio.com/products/rstudio/) nutzen, welches ebenfalls installiert sein muss. Zusätzlich werden einige Pakete benötigt. Diese können automatisch durch ein kleines R-Skript installiert werden, welches wir kurz vor dem Tutorial bereitstellen werden. Durch die Dozenten kann im Zweifelsfall Unterstützung für Windows-, Mac- sowie Linux-Systeme erfolgen. Wir bitten aber jeden Teilnehmer, die notwendige Software bereits vor dem Tutorial zu installieren. Sollten dabei Fragen oder Probleme aufkommen, sind Sie eingeladen, sich auch schon vor dem Workshop an uns zu wenden.

Nähere Informationen sowie alle Skripte, Daten und Anleitungen werden hier zu finden sein:  https://github.com/dirkseidensticker/R-Tutorial_CAA2016

Die Entwicklung dieses Tutorials ist ein dynamischer Prozess, den wir gerne über Github teilen und offenlegen möchten. Wir bitten zu beachten, dass Daten und Ausarbeitungen in diesem „Work-in-progress“-Archiv folglich mitunter unvollständig und Skripte teilweise noch nicht funktional sein können.

Benötigte Software

◦     Die neusten Installationsdateien: http://ftp5.gwdg.de/pub/misc/cran/

2. Tipps und Tricks – Möglichkeiten und Grenzen der 3D Vektor- und Rasterverarbeitung in ArcGIS

(max 15 Teilnehmer)

Karin Göbel, JensNowotny (Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie), Annette Hornschuch (Deutsches Bergbaumuseum)

Der Workshop „3D-GIS“ richtet sich an Anwender, die bereits fortgeschrittene und vertiefte Kenntnisse mit GIS aufweisen. Ziel des Workshops ist eine Einführung in die Arbeit mit der Erweiterung „Spatial Analyst“ als Teil von ArcMap mit dem Schwerpunkt auf der Bearbeitung archäologischer Befunde. Anhand ausgewählter Beispiele wird den Teilnehmern im „Learning-by-doing“-Verfahren Schritt für Schritt der Weg vom Editieren und  Georeferenzieren von Vektor- und Rasterdaten gezeigt. Es wird gezeigt wie 2dimensionale Daten in den 3D Raum eingebettet bzw transformiert werden und wie die Daten kombiniert und analysiert werden können.

3. Von Bildsequenzen zu 3D-Modellen – Der Weg zur digitalen Kopie

Ausgebucht!

(max 15 Teilnehmer)

Thomas P. Kersten & Maren Lindstaedt (HafenCity Universität Hamburg, Labor für Photogrammetrie & Laserscanning)

Kulturerbe-Objekte sind bedeutende Zeugnisse der Vergangenheit. Diese Objekte sind heute aufgrund zunehmender Zerstörung durch Krieg und Terrorismus sowie durch schleichende Verwitterung weltweit in großer Gefahr. Um den Verlust dieser Objekte zu vermeiden, ist es eine unerlässliche Voraussetzung, sie mit modernen Messmethoden 3D aufzunehmen und zu dokumentieren. Stetige Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit von Internet und Computertechnologie kombiniert mit einer schnellen Weiterentwicklung der Algorithmen im Bereich der Computer Vision machen heutzutage eine effiziente und flexible Rekonstruktion der 3D-Geometrie von Kulturobjekten für diverse Anwendungen möglich.

Objekte von unterschiedlicher Größe können aus Bildsequenzen von kommerziellen digitalen Kameras mit hochentwickelten, aber preiswerten oder kostenlosen Softwarepaketen modelliert werden. Sie sind damit die Bestandteile sogenannter Low-Cost Systeme für eine Vielzahl von Anwendungen (Restauration, Denkmalpflege, Visualisierung, Analyse von Baukonstruktion und deren Beschädigung, etc.). In diesem Tutorial wird dem Teilnehmer anhand eines Beispiels gezeigt, wie Kulturgüter aus Bildsequenzen und daraus generierten Punktwolken 3D rekonstruiert werden können, um daraus digitale foto-realistische virtuelle 3D-Modelle unterschiedlicher Auflösung herzustellen. Die Arbeitsschritte von der richtigen Aufnahme über die 3D-Modellierung bis zur Visualisierung eines ausgewählten Objektes werden mit verschiedenen Softwarepaketen demonstriert.

Eingesetzte Softwarepakete: z-Bundler, VisualSFM, SURE, PhotoScan, Geomagic, Meshlab

Zeit: ca. 3h

Bemerkung: Eigene Laptops können mitgebracht werden. Freie Software VisualSFM und Meshlab sowie eine 30-Tage-Lizenz von Agisoft PhotoScan können vorab installiert werden.